Perkussionsrevolver - Charles Dandoy (Belgien) Mod. Mangeot & Comblain 1854 (Patent J. Fagard)
- Cal. .27
- Zustand: Konservierende Patina; Brünierung am Rahmen gut erhalten; div. Alterssspuren
- Laufseele größtenteils blank bis matt mit partiellen Korrosionsspuren, Feld/Zug-Profil nicht erkennbar
- Lauflänge 3,5"
- oktagonaler Lauf mit eingeschobener Kimme & Korn, Laufwurzel bez. "J. FAGARD BREVETE", rechts angelenkte Ladepresse; links Schnellverschluss der Laufarretierung
- Rahmen mit Akanthuslaub & Rocaillen graviert, rechts gest. "Krone/"CD" > Liège-Marke von Charles Dandoy & Fertigungsnummer
- 6schüssige, glatte Trommel mit zwei umlaufenden Randstichen; nummerngleich mit ELG-Abnahme, jede Kammer gest. Krone/"D"
- Garnitur en suite geschnitten
- Hahnsicherung
- alle Mechanik funktionsfähig
- Walnuss-Griffschalen mit Fischhautverschnitt, die Kappe schwarz abgesetzt, rechts wohl eine Art Provenienz- oder Museums-Plakette bez. "Pilcomajo Peruano", Distrikt in Huancayo, Región Junín in Peru.
- Anmerkung: Das auf der Laufwurzel genannte Patent „J. Fagard Breveté“ wurde sehr wahrscheinlich von Charles Dandoy genutzt, was der rechte Rahmengravur „CD“ unter Krone entspricht. Dandoy ist bei Stöckel, Bd. 1, S. 266, für den Zeitraum 1865–67 als Fabricant in Lüttich verzeichnet; er erhielt mehrere Revolverpatente gemeinsam mit D. P. Renette, fertigte Adams-Revolver in Lizenz und war später Direktor der Manufacture Liégeoise d’Armes à Feu. Liège war im 19. Jh. ein wichtiger Waffenexporteur der auch nach Peru exportierte.
AA2430