Gendarmeriekarabiner - F. Jester Mod. Wänzel 1866 (Extra-Corps-Gewehr)
- Cal. 14,2x33R Wänzel (13,9mmWänzel)
- Zustand: Waffe in sehr schönem sammelwürdigen Zustand; Schaft sehr schön erhalten mit wenigen Einsatzspuren, Kolben mit Anriss (siehe Fotos), Metallteile blank
- Laufseele matt mit partiellen Korrosionsspuren; Feld/Zug-Profil gut erhalten und klar erkennbar
- Gesamtlänge: 105cm
- Lauflänge: 561cm
- Schaftlänge: 34cm
- Klappbares Rahmenvisier (skaliert 4-8), ohne Korn
- Laufwurzel mit mehreren Abnahmen, u.a. Jahr des Umbaus "68"
- Systemoberseite mit Herstellerstempel "F. JESTER", Schlossplatte datiert „862“ (1862), schnelles Schloss
- Verschlussoberseite gestempelt "BOLLMANN" (Umbauer auf das System Wänzel) über Doppeladler, Verschlussfeder mit gutem Zug
- Nussholzschaft, stählerne Schaftkappe mit Truppenstempel "X L.V.D / 3347", Backe, Riemenbügel, Putzstock unleserlich benummert (siehe Fotos)
- Anmerkung: Historisch interessanter österreichischer Wänzl-Gendarmeriekarabiner Modell 1866 (Extra-Corps-Gewehr), entstanden durch den Umbau eines Lorenz-Karabiners von 1862 auf das Hinterladersystem Wänzl im Jahr 1868. Nach der Niederlage Österreichs im Deutschen Krieg 1866 wurden diese Übergangswaffen eingeführt, um die Armee und Gendarmerie kurzfristig mit modernen Hinterladern auszustatten, bis das Werndl-Gewehr in ausreichender Stückzahl verfügbar war. Der Verschluss trägt den Herstellerstempel „BOLLMANN“, einem der am Wänzl-Umbau beteiligten Auftragnehmer. Originale Wänzl-Gendarmeriekarabiner wurden in deutlich geringerer Zahl als die Infanteriegewehre umgebaut und zählen heute zu den selteneren und gesuchten Varianten des österreichischen Wänzl-Systems.
AA3019
Kavallerie Perkussions Hinterlader – Mass. Arms Co. Maynard Second Model Carbine (1863)
- Cal. .50Maynard
- Zustand: musealer Originalzustand
- Brünierung sehr gut erhaltem, leichte Altersspuren, hinter Korn kleine Korrosionsstelle; Schaftkappe & System mit partieller Alterspatina, Stempel klar & scharf
- Laufseele spiegelblank, Feld/Zug-Profil sehr gut erhalten (6 Züge)
- Gesamtlänge: 93cm
- Lauflänge: 50,8cm (20")
- Schaftlänge: 37cm
- Gewicht: 2775g
- Klappvisierung (skaliert 1-3), festes Korn
- blanker, gezogener Rundlauf mit oktogonalem Kammerbereich
- originales, buntgehärtetes Maynard-Kipplauf-Hinterladersystem mit über den Abzugsbügel betätigtem Öffnungshebel und ausschwenkendem Lauf zum Laden der wiederverwendbaren Messingpatrone
- rechte Systemseite bezeichnet: "MANUFACTURED BY / MASS. ARMS CO. / CHICOPEE FALLS"; linke Systemseite bezeichnet: "EDWARD MAYNARD / PATENTEE / MAY 27, 1851 / DEC. 6, 1859"
- originaler Walnussschaft mit Kolbenfach, stählerne Schaftkappe, sehr schön erhaltene Prägungen AJN (Augustus J. Noble) und JM (James Mills) US-Ordnance-Abnahmestempel, Sattelring mit Sattelringstange
- Anmerkung: Historisch bedeutender US-Kavalleriekarabiner des Amerikanischen Bürgerkriegs. Das Maynard Second Model (von Sammlern häufig auch als Model 1863 bezeichnet) wurde von der Massachusetts Arms Company in Chicopee Falls gefertigt und ausschließlich im Kaliber .50 Maynard hergestellt. Nach dem Brand der Fabrik 1861 begann die Fertigung des vereinfachten Second Models erneut; für die US-Regierung wurden rund 20.000 Exemplare beschafft. Charakteristisch sind das Perkussions-Hinterladersystem mit wiederverwendbarer Messingpatrone, der fehlende Primermechanismus des First Models sowie die originalen US-Abnahmekartuschen im Schaft, welche auf eine militärische Abnahme hinweisen. Die Seriennummer 1504 spricht für eine frühe Fertigung innerhalb der Second-Model-Produktion.
- # 1504
AA44-26157
Kommissionsgewehr - Danzig Mod. G88/05 (1891) "8. Reserve-Infanterie-Regiment" "Osmanisches Reich"
- Cal. 8x57IS
- Zustand 2- (Schaft mit Alters- & Gebrauchsspuren)
- Brünierung nahezu vollständig berieben, partiell leichte Korrosionsspuren (keine groben Narben), Alterspatina
- Laufseele matt bis leicht rau, Feld/Zug-Profil partiell noch kantig
- Gesamtlänge: 124,5cm
- Lauflänge: 74,5cm
- Schaftlänge: 33,5cm
- Visierung skaliert 4-20 (in ost-arabisch), eingeschobenes Korn
- Bajonettaufnahme & korrekter Putzstock, links Truppenstempel "8.R.11.142." > 8. Reserve-Infanterie-Regiment, Kompanie 11, Waffe Nr. 142
- Kammerhülse gest. "DANZIG 1890" unter Krone, "S" > neue Patrone 8x57IS, rechts kaiserliche Abnahmen, Fertigungsnummer, auf Führung bez. "Gew.88."
- 2 nachgerüstete Backen an der Verschlussbrücke für Mauser-Ladestreifen > 88/05
- Türkenschloss mit Halbmond
- originaler Nussholzschaft beidseitig geprägt "S", erkennbare Reste von kaislerlichen Abnahmen, hinterer Riemenbügel fehlt
- Anmerkung: Das Gewehr 88/05 ist die für den Mauser-Ladestreifen umgerüstete Ausführung des deutschen Kommissionsgewehrs 1888. Das vorliegende Exemplar wurde ursprünglich im Deutschen Kaiserreich gefertigt und später als Waffenhilfe an das Osmanische Reich abgegeben, worauf das Türkenschloss mit Halbmond sowie die in ost-arabischen Ziffern ausgeführte Visierung hinweisen. Die erhaltene Truppenstempelung „8.R.11.142.“ dokumentiert die frühere Verwendung beim 8. Reserve-Infanterie-Regiment, wodurch das Gewehr zusätzlich sammlerhistorisch interessant ist.
- # 2403
AA3025
Hinterlader Perkussionskarabiner - Burnside Rifle Co. Mod. Cavalry Carbine 1864 (5th Model)
- Cal. .54Burnside
- Zustand: siehe Fotos
- Metalloberflächen mit gleichmäßiger braun-grauer Alterspatina, partiell noch Reste der originalen Brünierung erkennbar, alters- und einsatzbedingte Gebrauchsspuren, insgesamt originaler und authentischer Erhaltungszustand.
- Laufseele 90% spiegelblank, zur Mündung hin matt, Feld/Zug-Profil sehr gut erhalten, größtenteils noch scharf
- Gesamtlänge: 99,5cm
- Lauflänge: 53,5cm
- Schaftlänge: 33cm
- runder Lauf, klappbares Visier für 100, 300 und 500 Yards, festes Korn
- Perkussions-Hinterladersystem nach Ambrose E. Burnside mit patentiertem Fallblockverschluss, originales Schloss, schneller Schlossgang, beide Rasten intakt, voll funktionsfähig, originale militärische Ausführung als Cavalry Carbine mit Sattelring; Schlossplatte rechts bez. "BURNSIDE RIFLE CO. / PROVIDENCE R.I.", Systemoberseite bez. "BURNSIDE'S PATENT / MODEL OF 1864"
- Nussholzschaft, stählerne Schaftkappe, Kolben links mit Schnitzerei eines Kreuzes & Inspektorenprägung, Unterseite "B", Riemenbügel
- Anmerkung: US-Kavalleriekarabiner Burnside Model of 1864 (Sammlerbezeichnung: 5th Model) im Kaliber .54 Burnside. Gefertigt von der Burnside Rifle Co., Providence, Rhode Island. Frühe Ausführung mit niedriger Seriennummer 1214 und nummerngleichem Verschlussblock. Original mit Sattelring sowie klappbarem Visier für 100, 300 und 500 Yards. Das patentierte Fallblocksystem verschoss die charakteristische konische Messingpatrone im Kaliber .54 Burnside und machte den Karabiner zu einer der bedeutendsten Hinterladerwaffen der Unionskavallerie im Amerikanischen Bürgerkrieg. Insgesamt beschaffte die Union über 55.000 Burnside-Karabiner, davon entfielen rund 43.000 auf das Model of 1864, die letzte und häufigste Ausführung der Baureihe.
AA44-26159
Kavallerie Karabiner - Carl Gustafs M/94-14 (1898)
- Cal. 6,5x55SE
- Zustand 2- (wohl im Originalzustand, Schaft mit stärkeren Einsatzspuren)
- Brünierung partiell angerieben/berieben
- Laufseele blank, Feld/Zug-Profil sehr gut erhalten, fast vollständig scharf
- Gesamtlänge: 95cm
- Lauflänge: 45cm
- Schaftlänge: 33,5cm
- Visierung skaliert 4-16
- nachgerüstet Bajonetthalterung
- Kammerhülse mit Firmierung Carl Gustafs unter Krone, Fertigungsjahr 1898, links Fertigungsnummer & Inspektorenstempel "O.G."
- internes 5 Schuss Magazin
- 180° Flügelsicherung
- Druckpunktabzug
- originaler Nussholzschaft mit Laufzustandsplakette & seitlicher Riemenaufnahme
- nummerngleich
- Anmerkung: Der schwedische Kavalleriekarabiner m/94 wurde ab 1894 als Standardbewaffnung der berittenen Truppen eingeführt und zählt zu den hochwertigsten Mauser-Systemen überhaupt. Das hier vorliegende Exemplar wurde 1898 bei Carl Gustafs Stads Gevärsfaktori gefertigt und gehört damit zur frühen Fertigung. Die vorhandene Bajonetthalterung weist auf eine spätere militärische Umrüstung zum m/94-14-Standard hin, wie sie ab 1914 bei zahlreichen bereits vorhandenen Karabinern vorgenommen wurde, um das Anbringen des schwedischen M/1914-Bajonetts zu ermöglichen. Die Waffe ist im bewährten Kaliber 6,5×55 mm Swedish ausgeführt und genießt aufgrund ihrer ausgezeichneten Fertigungsqualität, Präzision und historischen Bedeutung bis heute einen hervorragenden Ruf bei Sammlern und Sportschützen.
- Importeur: Frankonia
- Beschuss Mellrichstadt '85
- # 917
AA2948
Kavallerie Karabiner - OEWG Steyr Mod. 1886 Kropatschek "Carabina de Cavalaria"
- Cal. 8x60R Kropatschek
- Zustand 2- (Schaft mit stärkeren Einsatzspuren, Kolben mit div. Trockenrissen)
- Brünierung partiell angerieben/berieben, Patina
- Laufseele blank bis matt; Feld/Zug-Profil gut erhalten > partiell noch kantig
- Gesamtlänge: 102cm
- Lauflänge: 51,5cm
- Schaftlänge: 33,5cm
- Visierung skaliert 2-15, eingeschobenes Korn
- korrekter Putzstock
- 5 Schuss Röhrenmagazin
- oktagonale Laufwurzel mit gest. Krone
- Führung links mit Standardbeschriftung des Portugal-Kontraktes
- originale Nussholzschaft, div. Prägungen noch leicht zu erkennen, links am Kolben Metallplättchen bez. "25" > wohl Inventarnummer
- System & Lauf nummerngleich
- Anmerkung: Früher portugiesischer OEWG-Steyr Kropatschek-Kavalleriekarabiner Mod. 1886 (Mosqueton M1886) im ursprünglichen Kaliber 8×60R Guedes. Das nur 102 cm lange Modell mit 51,5 cm Lauflänge und 5-schüssigem Röhrenmagazin gehört zu den seltensten Varianten des Kropatschek-Systems. Besonders hervorzuheben ist das Fehlen der später bei vielen Exemplaren nachgerüsteten Bajonetthalterung, wodurch dieser Karabiner noch dem ursprünglichen Auslieferungszustand für die portugiesische Kavallerie entspricht. Ein seltenes und historisch interessantes Sammlerstück der frühen portugiesischen Militärbewaffnung des späten 19. Jahrhunderts.
- Importeur: HEGE
- # C376
AA2949